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Fütterungsplanung

Am Anfang haben wir uns gefragt, wie unsere App bei der Pferdefütterung nützlich sein kann. Dabei herausgekommen sind die folgenden Anforderungen:

  • Sie soll Rationen berechnen können.
  • Sie soll Fütterungsanweisungen machen.
  • Sie soll die Fütterungen dokumentieren.

Und das alles kann sie nun auch. Die Fütterungsplanung produziert Fütterungslisten mit den aktuellen Rationen für die Futterzuteilung, sie dokumentiert die Fütterungen und macht Angaben über die Dosierung von Nährstoffen, Mineralien und Vitaminen, errechnet den PEQ und das Calcium-Phosphor Verhältnis.

Zur Vorbereitung müssen Sie ihre Futtermittel anlegen, deren Inhaltsstoffe deklarieren und einen Masterplan für die Fütterung erstellen. Ein Eintrag im Masterplan sieht beispielsweise so aus:

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Ich denke, das Bild ist selbsterklärend, Walter soll dreimal täglich 800g Hafer bekommen.

Vorher haben wir den Hafer als Futter angelegt und einige Inhaltsstoffe angegeben.

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Sie können beliebig viele Inhaltsstoffe verwenden, wir haben lediglich Kalzium, Phosphor, verdauliches Protein und die verdauliche Energie bereits vorgegeben: Kalzium = Ca, Phosphor = P, verdauliches Protein = DP (Digestive Protein) und verdauliche Energie = DE (Digestive Energie) da wir in der Auswertung die Verhältnisse von Kalzium zu Phosphor (Ca:P) und des verdaulichen Proteins zur verdaulichen Energie (DP:DE)  errechnen.

Grundlage jeder guten Fütterungsplanung ist natürlich das Wissen um die Qualität des Futters und seiner Inhaltsstoffe. Bei Industriefutter bekommt man die Infos vom Hersteller, für selbst gewonnenes Futter kann man Proben analysieren lassen und natürlich kann man auf das Tabellenwerk der DLG zurückgreifen. Für die Praxis kann man meist mit einigen wenigen Größen auskommen und zufrieden stellende Ergebnisse erzielen. Einer wirklich exakten Fütterungsplanung stehen aber leider etliche Hindernisse im Wege: Zum einen sind die Angaben über Inhaltsstoffe in der Regel Mittelwerte von Vergleichsproben, zum anderen lässt es sich nie so ganz genau sagen, wie viel eines Futters tatsächlich aufgenommen wird und wie viel davon für den Stoffwechsel des Pferdes zur Verfügung steht. Und zu guter letzt kennen wir den individuellen Bedarf eines Pferdes auch nicht so ganz genau.

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In unserem einfachen Beispiel mit drei Fütterungen täglich, je 1,5 Kg Heu und 800g Hafer kommt die obige Auswertung heraus, wobei wir uns auf die verdauliche Energie (DE), das verdauliche Protein (DP), Kalzium und Phosphor beschränkt haben.

Es ist ihre eigene Entscheidung bis zu welchem Detailgrad sie die Fütterung mit Horse Diary planen wollen. Im einfachsten Falle legen sie die Futtermittel nur mit Namen an. Sie können aber auch die Trockenmasse in g/kg und beliebig viele Inhaltsstoffe erfassen. Die verdauliche Energie betrachten wir der Einfachheit halber auch als einen Inhaltsstoff, gemessen in MJ/kg.

Nach der Anlage der Futtermittel und Nährstoffe legen wir einen Masterplan für die Fütterung an, mit dessen Hilfe die Fütterungslisten erstellt werden können. Ein Eintrag im Masterplan (siehe Screenshot oben) sagt für ein Pferd und ein Futtermittel, welche Menge des Futters wann gefüttert werden soll. Die Zeitangabe legt die Wochentage und die Tageszeit fest. Beispielsweise lässt es sich festlegen, dass einem Pferd an der dritten Fütterung des Tages 100ml Rapsöl verabreicht werden soll aber nur am Montag und Donnerstag.

Aus dem Masterplan lässt sich jederzeit eine Fütterungsliste erzeugen. Dazu wählen wir das Datum und die Nr. der Fütterung aus und die Liste wird erzeugt. Für Premium Abos bieten wir zusätzlich an, die Positionen dieser Liste abzuhaken und zur Dokumentation zu speichern. Neben der reinen Dokumentation dienen diese gespeicherten Fütterungsdaten auch als Input für Korrelationsanalysen, z.B. um Zusammenhänge zwischen Fütterung und Wachstum oder Leistung erkennen zu können.