Archiv für den Monat Dezember 2013

Schlagworte (Indizierung)

Sobald die Menge an Daten wächst und ein überschaubares Maß übersteigt wird die Zuordnung von Schlagworten wichtig. Wir können hiermit Pferde, Kontakte, Memos, Aufgaben und Kosten indizieren. Ich werde oft gefragt, kann man mit der App auch Wurmkuren und Impftermine verwalten, denn beim ersten Ausprobieren suchen die Anwender oft nach einem entsprechenden Haken oder Button und finden ihn nicht. Das liegt daran, dass wir uns für das wesentlich flexiblere System der Indizierung mit Schlagworten entschieden haben. Ganz anders als bei einer festen Einordnung in Kategorien (Schubladen) können sie mit Schlagworten auch mehrere Zuordnungen treffen und sind flexibel in der Wahl ihrer Begriffe. Einige nützliche Beispiele sind:

Für Pferde beispielsweise:

  • #Dressur L
  • #Dressur M
  • #Dressur S
  • #Springen
  • #Reiner
  • #Pleasure

Für die Kosten vielleicht:

  • $Futter
  • $Tierarzt
  • $Hufschmied

Und bei den Memos möglicherweise:

  • %Training
  • %Unruhe
  • %FrisstNicht

Schlagworte können beliebig gebildet werden. Auch können mehrere Schlagworte einem Pferd oder einem Ereignis zugeordnet werden. Es ist sinnvoll, für die eigenen Belange über ein System von Schlagworten nachzudenken. Oben wurde bereits das erste Zeichen genutzt um die Schlagworte einer Gruppe zuzuordnen. Das Zeichen ‚#‘ bildet hier den Anfang unserer „Eignungs-Schlagworte“, das ‚$‘ Zeichen haben wir für die Kosten gewählt. Das ist eine ganz persönliche Festlegung und Sie können es gerne anders machen. Bei der Wahl wie oben erhalte ich alle Pferde, denen eine Eignung zugeordnet wurde, wenn ich ein ‚#‘ ins Suchfeld eintrage. Suche ich nach allen Dressurpferden, so genügt ein ‚#Dressur‘ und sollen es die S-Dressurpferde sein, dann sucht man eben nach ‚#Dressur S‘.

Für die Kosten, Memos und Aufgabe ist ein solches hierarchisches System ebenfalls sehr nützlich und selbstverständlich kann man auch ‚Wurmkur‘ und ‚Impfung‘ verwenden.

Pedigree

ImageUm die Ahnentafeln aufzubauen, brauchen wir bei jedem Pferd lediglich die Angaben zu Mutter und Vater. Die Baumstruktur wird automatisch erstellt. Auf der Pedigree Seite sind oben drei Schaltflächen zu sehen, für den Nachwuchs, den Vater und die Mutter. Selektieren Sie ein Pferd, wechseln Sie zur Pedigree Seite und legen dann hier den Vater und die Mutter fest. Mehr ist nicht nötig.

Im Pedigree kann man durch Anklicken der Namen beliebig tief in Richtung der Ahnen browsen oder mit dem „Baby“-Button zurück zur Nachkommenschaft wechseln.

Messdaten Konditionstraining

Eine Methode, die Erfolge des Ausdauertrainings bei Pferden zu kontrollieren, besteht darin, Puls und Atmung des Tieres direkt nach der Anstrengung zu messen und nach einer Erholungspause von z.B. 10 Minuten erneut zu messen. Mit zunehmender Ausdauer des Pferdes werden sich die Messwerte nach der Erholungspause verkleinern und dem Ruhewert annähern. Vergleichbar werden die Werte dann, wenn die Anstrengung unter möglichst gleichen Bedingungen erfolgt.

Hier will ich zeigen, wie man Horse Diary konfigurieren kann, um solche Daten zu dokumentieren.

Messgrössen können beliebig definiert und hinzu gefügt werden.

Messgrössen können beliebig definiert und hinzu gefügt werden.

puls1 und puls10 wurden definiert als der Pulswert direkt nach einer Anstrengung und puls10 als Puls nach zehn Minuten Erholung.

puls1 und puls10 wurden definiert als der Pulswert direkt nach einer Anstrengung und puls10 als Puls nach zehn Minuten Erholung.

Zunächst habe ich hier zwei Messgrößen definiert und ihnen die Namen puls1 und puls10 gegeben. Beide haben die Messeinheit 1/Min. Die gemessenen Pulswerte direkt nach der Leistung habe ich als puls1 erfasst, die Erholungswerte als puls10.

Um nun in meiner Liste nur noch diese Daten zu sehen, ist, wie im Bild zu sehen, der Suchbegriff auf puls1 gesetzt. Damit werden für diese Ansicht nur noch Messungen für puls1 und puls10 angezeigt.

Für die Atmungswerte kann man analog vorgehen.

Eine grafische Aufbereitung werden wir in einem der nächsten Updates der App mit einbauen.

Bildschirmfotos

Datenmodell des Horse Diary

horsediarydatenmodeldeutsch

Keine Angst! Sie müssen kein Informatiker sein um diesen Beitrag zu verstehen. Es ist nämlich wirklich hilfreich für die Nutzung des Tools das zugrundeliegende Datenmodell zu verstehen. Das Datenmodell ist sozusagen die Sicht des Tools auf die Welt. Daher will ich es hier in einer nicht technischen Aufbereitung vorstellen. Dieses Datenmodell wächst natürlich mit der Weiterentwicklung der Software. Wir haben Pferde und Menschen. Beide haben Eigenschaften,  die in der App gespeichert werden. Ein Pferd hat die strukturierten Eigenschaften (auch Felder genannt): Name, Lebensnummer, Geburtsdatum, Geschlecht, Farbe, Rasse, Vater und Mutter.  Für alle anderen Attribute steht ein Textfeld zur Verfügung, das beliebig lang sein darf. Bei den Menschen haben wir als strukturierte Felder neben dem Namen noch Telefonnummer, Mobiltelefonnummer und email Adresse.  Alles andere kann im Infofeld gespeichert werden. Menschen und Pferde sind miteinander verknüpft. Diese Verknüpfung nennen wir auch Rollen, Beziehungen oder Verhältnisse. Beispiele sind: Besitzer(in), Tierarzt, Reiter, Pfleger. Da Beziehungen manchmal auch brechen oder neu geknüpft werden, gibt es die Möglichkeit, eine „von“ und „bis“ Angabe zu machen. Die Historie bei Trainern, Besitzer oder Tierärzten kann so erhalten bleiben. Nun haben unsere Pferde auch dynamische Daten, das sind Informationen die mit einem Zeitpunkt verknüpft sind. Wir haben hier die Memos (Tagebucheinträge mit Datum, Tags und Bildern), die Messungen (Datum und Uhrzeit, Messgröße, Messwert) und die Kosten (Datum, Betrag, Verwendungszweck ..). Gemeinsam ist allen dreien, dass sie ein Datum haben, Memos sogar zwei. Also liegt es nahe, sie in einem Kalender einzutragen. Memos und Kosten können einem oder auch mehreren Pferden zugeordnet sein. Nehmen wir beispielsweise eine Arbeitsanweisung: Verletztes Pferd mit Hufgeschwür, der Verband soll alle zwei Tage gewechselt und täglich muss ein Antibiotikum dem Futter beigemischt werden. Hier brauche ich die Angabe von wann bis wann diese Angabe gilt und welches Pferd betroffen ist. Bei der Dokumentation einer Wurmkur interessiert mich eigentlich nur das Datum und das verwendete Mittel. Da der ganze Bestand betroffen ist, ordne ich diesen Eintrag allen Pferden zu. Aufgrund der Zuordnung finde ich die Einträge nicht nur in der Kalenderansicht sondern auch unter den Details des Pferdes. Je nach Fragestellung wird man hier oder dort schneller fündig. Wenn wir Kosten aufteilen, so verteilen wir die Beträge gleichmässig auf alle betroffenen Pferde. Einen Aufteilungsschlüssel haben wir nicht vorgesehen. Kosten und Memos brauchen keine Zuordnung von Pferden, sie können auch für sich alleine stehen. Das nächste Stallfest bietet sicher genug Beispiele. Anders ist das bei den Messungen, sie sind konzipiert für Messungen an Pferden und sind daher immer genau einem Pferd zugeordnet. Was man alles sinnvollerweise messen unterscheidet sich von Stall zu Stall, ich nenne nur mal Beispiele, die ich nützlich finde: Wachstum: regelmässige Messung von Stockmass und Gewicht bei Jungpferden. Gesundheit: regelmässig Körpertemperatur bei Saugfohlen. Leistung und Ausdauer: Messung von Puls und Atmung zur Kontrolle des Trainingserfolges. Ihnen fällt sicher aus der eigenen Praxis jede Menge weiteres ein. Um das alles zu ermöglichen, kann Horse Diary dynamisch um beliebige Messgrößen und -einheiten erweitert werden. Das war das wichtigste in Kürze. Mit diesem Wissen wird es Ihnen leicht fallen, die App mit Freude zu nutzen.

Link

Um Futterrationen zu planen, muss man den Bedarf eines Pferdes kennen. Da ist zunächst einmal das verdauliche Rohprotein und die verdauliche Energie zu berücksichtigen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass diese Größen proportional zu dem metabolischen Körpergewicht und der geforderten Leistung sind. Egal ob heranwachsende Pferde, trächtige oder laktierende Stuten, Freizeitpferde oder Hochleistungssportler, für alle ist eine gute Einschätzung des Körpergewichtes und der Leistungsanforderungen Basis der Kalkulation.
Ähnlich sind auch die Bedarfe an Mengen- und Spurenelementen proportional zum Körpergewicht und können gut abgeschätzt werden.  Weiterlesen

Aufbau eines Kraftfutterstandes

leitsystem

Das Leitsystem soll dem fressenden Pferd die notwendige Ruhe und Isolation vor den anderen bieten. Als Nachlaufsperre wird eine elektrische Schranke, mit Anschluß an ein Weidestromgerät, oder eine Tür mit Kunststoff oder Gummiflügeln gewählt. Am Ausgang ist ein selbstschliessender Bügel montiert, der nur nach außen zu öffnen ist. Manchmal lernen klevere Pferde auch diesen Bügel von außen zu öffnen, dann kann man durch weitere Elektrifizierung gegensteuern.
Die Wände können aus beliebigem aber stabilen Material gebaut werden, häufig verwendet man dazu Boxenwände.  Man sollte durch geeignete Maßnahmen dafür sorgen, dass im straffierten Bereich der Skizze keine Pferde sein können. Ranghohen Tieren gelingt es sonst mit Drohgebärden das fressende Pferd zu verjagen.
Es ist von Vorteil, ein Leitsystem so in den Offenstall zu integrieren, dass die Pferde nach dem Verlassen des Standes nicht sofort wieder zum Eingang kommen können.
Erfahrungen zeigen, dass es leichter ist, die Leitsysteme zu konzipieren, wenn die Pferdegruppe hinsichtlich der Größe möglichst homogen ist. Hat man kleine und große Pferde gemischt wird man Kompromisse bei den Abmessungen machen müssen. Die Abmessungen auf der Skizze sind für Warmblüter mit einem Stockmaß von ca. 160 – 170 cm angepasst. Ponys können sich in so einem Stand manchmal drehen, da baut man besser etwas enger und kürzer. Sehr große Pferde stehen mit ihrer Gruppe so verführerisch nahe am Eingang, dass andere schon mal durch einen Biss in den Hintern sie zu verdrängen suchen.
Wir bevorzugen es, den Eingang mit einer Lichtschranke abzusichern, dies aus zwei Gründen: Zum einen können wir mit der Lichtschranke erkennen, dass kein Pferd hinter dem ersten Tier steht und wir die Nachlaufsperre gefahrlos schliessen können und zum anderen können wir die Nachlaufsperre sofort öffnen, sollte das fressende Pferd rückwärts raus wollen. Man kann ein Leitsystem natürlich auch ohne Lichtschranke bauen, es ist wie üblich ein Abwägen der Vor- und Nachteile.